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2012 – Das ERG zu Gast in Frankreich

Im September 2012 kamen Schüler aus Frankreich für eine Woche nach Saalfeld, um bei einer Gastfamilie zu leben und das Leben in Deutschland kennenzulernen.

Das ERG empfängt die französischen Gastsschüler aus Senlis im September 2012

Das ERG empfängt die französischen Gastsschüler aus Senlis im September 2012

Daraufhin hatten wir vom 29. April bis zum 6. Mai 2013 die Möglichkeit, für eine Woche nach Senlis, einer Kleinstadt nördlich von Paris, zu fahren um in la vie en France einzutauchen. Bereits im Vorfeld war die Aufregung und Vorfreude groß – endlich würde man die Austauschschüler, die häufig zu guten Freunden geworden waren, wiedersehen! Doch ein bisschen Angst war auch dabei: Wie würde einen die Familie aufnehmen? Würde man überhaupt etwas verstehen?

Die langersehnte Begrüßung nach der elfstündigen Busfahrt verlief dann äußerst herzlich und eh man sich versah saß man bereits am Essenstisch unserer jeweiligen Gastfamilie und versuchte herauszufinden, was um einen herum geredet wurde. Statt fließend französisch unterhielt man sich letztendlich mit dem Austauschschüler in einem trilingualem Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und (selbstverständlich) Französisch und unterstrich alles mit wilder Gestikulation. Hier ließen sich bereits einige Eigenheiten der Französischen Essgewohnheiten feststellen: die Franzosen essen später, länger und nicht unbedingt so gesund, wie man denkt. Aber es schmeckte gut, und das war schließlich das Wichtigste!

Am Dienstag stand auch schon der Trip nach Paris an. Neben einer Schifffahrt auf der Seine erklommen wir den Eiffelturm, picknickten  und konnten – wenn auch nur für eine halbe Stunde – auf den Champs-Elysées shoppen gehen.

der Eiffelturm

der Eiffelturm

Blick zum Montmarte

Blick zum Montmarte

quer durch Paris mit dem 'bateau-mouche'

quer durch Paris mit dem ‚bateau-mouche‘

Picknick unterm Eiffelturm

Picknick unterm Eiffelturm

Da am Mittwoch der 1. Mai war, hatten wir frei und konnten so den ganzen Tag mit unserer Gastfamilie und deren Freunden verbringen.

deutsch-französische Freundschaft

deutsch-französische Freundschaft

Am Donnerstag fuhren wir dann in das nahegelegene Chantilly und besichtigten das dortige Schloss und die berühmte Pferdezucht.

Chantilly

Chantilly

Freitagvormittag lernten wir das Leben in Frankreich noch besser kennen, indem wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern den Unterricht besuchten. So konnten wir einige Unterschiede beobachten und kamen alle zu der verblüffenden Feststellung, dass uns unsere Schule dann doch irgendwie besser gefällt – unsere Stunden sind kürzer und Lehrer etwas weniger streng. Außerdem wäre es für uns wohl unvorstellbar, bis nachmittags 17.00 Uhr die Schulbank zu drücken! So lange mussten wir gottseidank nicht bleiben, sondern konnten nach der Mittagspause gehen, um die historische Altstadt von Senlis anzuschauen. Am Abend gab es eine Schulparty, zu der alle französischen Austauschschüler mit uns kamen. Bis spät abends wurde getanzt, gelacht und gegessen und mittlerweile war es völlig egal, ob man Deutscher oder Franzose war – wir verstanden uns blendend!

die Schulparty - wir mögen uns...

die Schulparty – wir mögen uns…

Der 'Hahn' im Korb...

Der ‚Hahn‘ im Korb…

die Schulparty

die Schulparty

Schon war das Wochenende gekommen, welches wie der Mittwoch zur freien Verfügung stand. Von Aktivitäten in Freizeitparks über den Besuch von Hochseilgärten bis zum Shoppen in Paris oder Senlis wurde es aufregend gefüllt.

Schließlich war wieder Montag und es hieß Abschied nehmen. Viele Freundschaften waren entstanden oder gefestigt worden und deshalb verlief alles recht tränenreich. Man hatte sich gerade so richtig eingelebt und schon musste man wieder heim. Alle Versuche, den Busfahrer zum Umdrehen zu bewegen, scheiterten und so kamen wir abends schließlich müde und auch ein bisschen traurig wieder zu Hause an.

Es war eine ereignisreiche Woche, an die wir alle uns noch lange erinnern werden!

Paula Müller, Klasse 9b