Seminarfach

Willkommen auf der Seite des Seminarfaches

Das Seminarfach im Thüringer Fächerkanon soll unsere Abiturienten zu einer besseren Studierfähigkeit führen, indem sie Methoden der Wissenserarbeitung, schriftlichen Darstellung und Präsentation gelehrt bekommen und an einer in einem Jahr anzufertigenden Arbeit üben und anwenden sollen.

Das Besondere an diesem Fach ist, dass das Lernziel nicht vorrangig im Erwerb von Wissen, Fakten usw. liegt, sondern in der Erprobung von Methoden und Fähigkeiten. Die Schüler sollen außerdem selbst forschend tätig werden, d.h., sie sollen eigene Ideen entwickeln, Thesen aufstellen, Lösungen erarbeiten und diskutieren. Dabei müssen je Arbeit zwei Wissensbereiche kombinierend bearbeitet werden: z.B. Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften oder Sprachen und Kunst als Kombinationsmöglichkeiten.

Die Schüler werden während ihrer Arbeit von einem Seminarfachlehrer und einem Fachbetreuer begleitet. Während der Seminarfachlehrer stets eine Kollegin bzw. ein Kollege von unserem Gymnasiums ist, kann der Fachbetreuer zwar auch aus dem Lehrerkollegium kommen, aber ebenso eine fachlich kompetente Person von außerhalb sein. Zu Beginn der Seminarfachphase, die sich von der 10. bis zur 12. Klasse erstreckt, werden die Schüler während einer halbjährliche Unterrichtsphase in die fachlichen und methodischen Grundlagen und Anforderungen des Seminarfaches eingeführt. Sie finden sich in Klasse 10 mit gleich Interessierten in Gruppen von 2-4 Schülern zusammen und erarbeiten sich ein Thema für ihre Arbeit, welches 2 der oben erwähnten Wissensbereiche abdecken und einen Eigenanteil enthalten muss. In diesem Eigenanteil sollen die Schüler neue Erkenntnisse, Ergebnisse oder Erfahrungen zu ihrer Thematik gewinnen und darstellen. Am Anfang der Klasse 11 verteidigen die Schülergruppen ihr Seminarfachthema vor einer Jury aus den beiden Seminarfachlehrern und dem Schulleiter, worauf sie bis zu 3 Punkte erhalten können, die in die Prozessbewertung eingehen.

Ist das Thema zugelassen worden, beginnen die Gruppen ihre selbstständige Arbeit in Klassenstufe 11, während der sie die Themenbereiche unter sich aufteilen, Quellenstudium betreiben, ihren Eigenanteil ausarbeiten und schließlich ihre Ergebnisse koordinieren und zu Papier bringen. Während dieser Phase müssen die Schülergruppen mindestens 4 Konsultationen mit ihrem Seminarfachlehrer abhalten, in welchen Zwischenergebnisse sowie eventuelle Probleme und Fragen besprochen werden. Ihren Fachbetreuer können die Gruppen beliebig oft konsultieren. Diese Konsultationen sowie ihre eigenen Arbeitstreffen und der verpflichtende Besuch zweier Kolloquien werden in einem Berichtsheft dokumentiert, dessen Führung und Vollständigkeit vor dem eigenen Kolloquium vom Seminarfachlehrer kontrolliert und in die Prozessbewertung einbezogen wird.

Zirka 6 Wochen nach Beginn der Klassenstufe 12 müssen die Schülergruppen ihre schriftliche Seminarfacharbeit in zweifacher, einfach gebundener Form abgeben, wovon eine an den Fachbetreuer weitergeleitet wird. Zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien wird diese Arbeit vom Seminarfachlehrer mit den Schülern ausgewertet und ihnen die dafür erteilte Note mitgeteilt. Eventuelle Mängel können somit noch bis zum Kolloquium behoben werden, welches dann in aller Regel im Januar stattfindet und nach welchem mit der Verkündung der Gesamtnote für das Seminarfach dieser längerfristige schulische Arbeitsprozess sein Ende findet.

 

Bewertung

Die Gesamtnote im Seminarfach setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:  

1. Die Bewertung des Prozesses der Arbeitserstellung als Gruppenarbeit erfolgt anhand von regelmäßigen Konsultationen des Seminarfachlehrers mit der Gruppe zu Kriterien wie Arbeitsfortschritt, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit und hat einen Stellenwert von 20% der Gesamtnote.  

2. Die Bewertung der erstellten Arbeit obliegt dem Seminarfachlehrer, der Fachbetreuer arbeitet ihm jedoch durch ein schriftliches Fachgutachten zu, welches in die Bewertung der Arbeit einfließen kann, die einen Anteil von 30% an der Gesamtnote ausmacht. Zu jeweils gleichen Teilen werden der Inhalt, der Eigenanteil und die Darstellung bewertet, wobei bei der Darstellung Kriterien wie das Layout, die Einhaltung der Formatierungsvorgaben sowie sprachliche und orthografische Korrektheit ein Rolle spielen.

 3. Den Hauptanteil von 50 % an der Seminarfachnote hat die Präsentation. Bei einer etwa 30-minütigen Vorstellung der Arbeitsinhalte und anschließender Beantwortung von Fragen  sollen die Schüler beweisen, dass sie anschaulich und mit Sachkenntnis fachliche Inhalte interessant und sprachlich überzeugend darstellen können. Am Ende dieser als Kolloquium aufgebauten Prüfung erhalten die Schüler für das Seminarfach eine Note, die den Stellenwert eines Leistungskurses hat und in die in die Abiturprüfung eingebracht werden kann.

Die Bewertungsbögen mit den entsprechenden Kriterien können hier eingesehen werden.

Formatvorgaben SF-Arbeit

Formblatt Wahl Thema Seminarfacharbeit

Bewertungsbogen für die Seminarfacharbeit

Bewertungsbogen Kolloquium

Bewertungsbogen Prozess

Ergebnisse im Seminarfach